Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Der Kreis Kandrzin-Cosel stärkt gemeinsam mit seinem tschechischen Partner die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen den Einwohnern und Institutionen im tschechisch-polnischen Grenzland. Zu diesem Zweck wird unter anderem das Projekt „Euroregion von der Küche aus – Kulinarische Workshops für Süßes und Herzhaftes“ im Rahmen des Kleinprojektefonds des Programms Euroregion Praděd – Interreg Tschechien–Polen 2021-2027 durchgeführt.
Dieses Projekt umfasst eine Reihe von Bildungsveranstaltungen für Schüler und Lehrer des Schulkomplexes „Schlesische Aufständische“ Nr. 1 in Kandrzin-Cosel und der Partnerschule in Bruntál/Freudenthal. Es zeigt, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine sehr praktische Dimension hat: Sie knüpft Beziehungen, erweitert den Horizont und bereitet junge Menschen optimal auf den Arbeitsmarkt vor. Das Hauptziel des Projekts ist es, die Kultur und Traditionen der polnisch-tschechischen Grenzregion zu erkunden, Schüler und Lehrer von Berufsschulen zusammenzubringen und traditionelle polnische und tschechische Gerichte zu fördern.
Gemeinsam kochen
Die ersten Tage des Projekts waren dem Kennenlernen Tschechiens gewidmet. Zu diesem Zweck begannen die Schüler ihren Aufenthalt in Bruntál, einer der ältesten Städte der Tschechischen Republik. Neben der Stadterkundung hatten sie auch die Gelegenheit, die lokale Gastronomiebranche kennenzulernen. Höhepunkt des Projekts war ein gemeinsamer polnisch-tschechischer Kochkurs, in dem die Schüler nicht nur neue Rezepte lernten, sondern auch die Teamarbeit in einem internationalen Umfeld meisterten. Auf dem Speiseplan standen traditionelle tschechische Gerichte. Für die Schüler war dies eine wertvolle und praxisnahe Lernerfahrung – von Zubereitungstechniken und Arbeitsorganisation bis hin zur Kommunikation und Zusammenarbeit mit Gleichaltrigen aus einem anderen Land.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist viel mehr als offizielle Abkommen und gemeinsame Erklärungen.
Nicht nur die Küche
Das Projekt beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Küche. Die Teilnehmenden besuchten unter anderem Schloss Bruntál und verbrachten auch außerhalb der Veranstaltungen Zeit miteinander. Der dritte Tag der Reise war einem Ausflug in den wunderschönen Kurort Karlova Studánka/Karlsbrunn gewidmet. Dort konnten die Jugendlichen die lokalen Kurtraditionen kennenlernen, das Heilwasser probieren und regionale Süßspeisen wie den klassischen Větrník kosten. Ein weiterer interessanter Bestandteil des Programms war der Besuch von schulischen Berufswerkstätten der tschechischen Partner – darunter moderne Friseurwerkstätten –, wodurch die Schüler die Bildungsstandards und Lehrmittel beiderseits der Grenze vergleichen konnten.
Das lässt sich nicht durch Theorie ersetzen
Die größten Nutznießer dieser Kooperation sind zweifellos die jungen Menschen. Die Schüler erwerben nicht nur neue berufliche Fähigkeiten, sondern auch soziale, sprachliche und kulturelle Kompetenzen. Dies sind Erfahrungen, die durch Theorie im Klassenzimmer nicht ersetzt werden können. Resümierend: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist viel mehr als offizielle Abkommen und gemeinsame Erklärungen. Ihre Bedeutung zeigt sich am besten dort, wo sie konkrete Ergebnisse hervorbringt. Vor allem für junge Menschen, die am Anfang ihrer beruflichen Entwicklung stehen. Genau dies trifft auf das kulinarisch-pädagogische Projekt zu, das der Landkreis Kandrzin-Cosel in Zusammenarbeit mit seinem tschechischen Partner durchführt.
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